Informationsgesetz oder die Angst vor der Transparenz
“Der Zugang zu amtlichen Dokumenten löst im Grossen Rat einige Bedenken aus” – FN vom 17. Juni 2009
Natürlich, wie könnte es auch anders sein. Für viele Grossräte scheint Transparenz und demokratisches Mitspielen der Bürger ein Graus zu sein. Grossräte sind doch das Wort des Volkes und das hat jede und jeder zu respektieren und niemand hat an den politischen Prozessen zu nörgeln. Bei den nächsten Grossratswahlen ist es früh genug, wieder Volksnähe zu zeigen. Was in der Zwischenzeit gewurstelt wird, geht nur die Erwählten etwas an.
Es gibt viele kritische Bürger wie mich, die den Behörden öfters auf den Wecker gehen, aber genau das benötigt jeder einmal und andere öfters, nämlich einen Wecker. Dieser Wecker kann den schönsten Traum unterbrechen und Spiele verderben, die nur einigen nützen, aber nicht dem ganzen Volke zugute kommen.
Was gibt es so geheimes, das der Bürger nicht wissen darf? Ist der Bürger im kalten Krieg gegen die Behörde, muss sich die Behörde im Schützengraben aufhalten, weil so viele Klagen auf Behörde und Verwaltung einprasseln? Das wäre ja eben der Beweis, dass die Arbeit der Gerügten nicht nach den geltenden Regeln gemacht wurde.
Information kann im 21. Jahrhundert nicht unterbunden werden. Wir hörten es ja wieder in naher Vergangenheit im Kanton wie in der weiten Welt der Politik. Wie heutzutage Informationen weitergegeben werden oder zu erhalten sind, kann nur jene nicht beunruhigen, die gar nichts zu verbergen haben. Aber es scheint, als gebe es noch solche, die in anderen Zeiten leben möchten.
Ehrliche Information schafft Vertrauen in die Institution Staat, Geheimhaltung schürt Misstrauen! Oder war es mit dem Eisernen Vorhang anders?
Leserbrief in den Freiburger Nachrichten vom 20.06.09, by W. C., Heitenried
[...] empfehle noch zusätzlich die zwei Artikel von Kreidebleich zu lesen. (Artikel 1 – Artikel 2) In beiden Artikeln wird die Situation noch etwas genauer erklärt. Ich für meinen Teil finde die [...]