Als Masseneinwanderungsland, mit einer mehrheitlich fremdenfeindlichen Bevölkerung

Wer entscheidet wer Schweizer ist? Nach dem Willen der Initiative der SVP eine kleine Schar Wähler (wohl immer eine Minderheit) die in den Gemeinden über die Einbürgerung endgültig und unwiderruflich abstimmt.
Die SVP argumentiert, dass kein anderes Land so viele Ausländer einbürgern würde wie die Schweiz und dass die Mehrzahl der Einwanderer Straffällig werde und Sozialmissbrauch betreibe!
Sind das denn alles schon eingebürgerte Schweizer, oder sind es Flüchtlinge oder organisierte Banden aus den Balkanstaaten? Bei ausländischen Straftätern hat es genug Rechtsmittel sie des Landes zu verweisen, ob die dann irgendwann eingebürgert würden ist wohl eine andere Frage.
Es gibt keine verlässlichen Daten, die diese Behauptung stützen! Richtig sei, dass 70% der Insassen in Gefängnissen Ausländer sind. Warum? Weil die Flucht- und Kollusionsgefahr grösser ist als bei einem Schweizer Straftäter. Aber auch dafür gibt es keine verlässlichen Zahlen.
Im Ausland nimmt man auch zur Kenntnis, dass der Bundesgerichtsentscheid von 2003 mit dieser Abstimmung ausgehebelt werden soll und das damit Völkerrecht verletzt werden würde.
Unser Image hat gelitten, seit die SVP die Xenophobie schürt und den einfachen Mann der Strasse zu ihren Zwecken missbraucht.
Schauen wir ob wir nach dem 1. Juni uns schämen müssen Schweizer zu sein…
Quelle. Time
Ich darf ein anderes amüsanteres und charmanteres Stereotyp anbieten. Man sagt ja in der Schweiz seien selbst volle Mülltonnen noch innen sauber blank poliert…
Selbst dass ist nicht mehr was es einmal war. Obwohl in meiner Strasse jeden Morgen um 4h die Reinigungsmänner die Überreste der nächtlichen Freierien verschwinden lassen.
Die sind im übrigen zuverlässiger als die Polizei, die nur erscheint, wenn die Strasse und die Luft rein ist…
Mir fallen seit ich hier bin einige Dinge auf, die ich nicht verstehe.
Die Schweiz hatte schon vor hundert Jahren einen Ausländeranteil von 17%, jetzt sind es 20%.
Viele Schweizer jenseits der 50 kommen besser mit uns Ausländern zurecht (auch Deutsche sind Ausländer) als die jüngeren.
Einige wettern gegen die Globalisierung und vergessen gerade dabei, dass die Schweizer Grossunternehmen aufgrund von Globalisierung so erfolgreich sind.
Der Bedarf an Fachkräften ist aufgrund des sehr grossen Erfolges der Schweizer Unternehmen nicht alleine mit innländischen Arbeitskräften zu befriedigen.
Über die Deutschen wird viel hergezogen, das “original Schweizer Offiziersmesser” wird mit deutschem Stahl produziert.
Und mal am Rande, auch in anderen Ländern gibt es viele Ausländer … in meiner Heimatstadt liegt der Anteil bei über 40%. Das ist kein typisches Schweizerpoblem.
Lieber Dirk, das ist auch schwer zu verstehen.
Es gibt in der Schweiz nicht wirklich viele Gewinner im globalen Ökosystem. Die übrigen vielen Unzufriedenen haben Angst das Wenige das sie haben, werde ihnen weggenommen. Arbeit, Frauen, Lebensstandard etc.
Die haben Angst was ihnen die Zukunft bringt.
Diese leicht zu manipulierende Klasse wird von den Parteien insbesondere von der SVP missbraucht um ihre Machtgelüste durchzusetzten. Die politisieren in populistischer Manier um ihre Ziele zu verwirklichen!
Die SVP unter Blocher will die seit Jahrhunderten bewährte direkte Demokratie gegen völkisches Recht, nach den Vorbild der dunkeln nazionalsozialistischen Jahre ersetzten.
Dass sie sich dabei munter durch globale Wirtschaftsbeziehungen bereichern, mit redlichen, aber auch korrupten Mitteln sei nur am Rande erwähnt…
Hallo dan,
ich finde es sehr interessant, dass Du das ähnlich siehst.
Es ist für mich sehr spannend, diesen Spagat zu beobachten.
Unsere Vermieter, sehr nette Leute, haben uns neulich gesagt, dass sie etwas gegen Aldi haben, weil Aldi die kleinen Läden kaputt macht. Sie selber gehen in der Migros und im Coop einkaufen.
Dieser Dualismus ist hochinteressant.
Dass man mit Polemik bei “kleinen Leuten” Politik machen kann, das sehen wir auch in Deutschland in aller Deutlichkeit. Dort wird Halbwissen unterstützt, um eine Mehrheit für fragwürdige Entscheidungen zu bekommen.
In Summe unterscheiden sich die Politiker in verschiedenen Ländern nur marginal.
Mit Ängsten zu arbeiten und sie für sich arbeiten zu lassen, haben Politiker viel Erfahrung.
Zur Ergänzung hier ein Link zu Antoine zum Beitrag Blood, Honour and Blocher
@dan
Wow, das ist harter Tobak …
Wir waren bereits drei Mal in Südafrika, nach Ende der Apartheid. Wir sind mit den farbigen Menschen wesentlich besser zurechtgekommen als mit den Weissen.
Bevor ich es vergesse.
Wir fühlen uns sehr wohl hier, weil die vielen positiven Erlebnisse die wenigen negativen bei weitem übersteigen.
Lustig finde ich weiter, dass die Einbürgerungsquote von 2.5% von den SVP-Deppelis höher bewertet wird, als die 8.2% Einbürgerungsquote von Schweden, die gerade letztes Jahr ein Rekordjahr der Einbürgerungen gehabt haben! Dann finde ich es Lustig, dass die SVP-Deppelis immer von dem Bürgerrecht seit 150 Jahren sprechen, dabei wurde das Bürgerrechtsgesetz mehrmals angepasst, dass letzte Bürgerrechtsgesetz stammt aus dem Jahre 1952, also vor 56 Jahren und nicht 150 Jahren! Nach 1952 wurde dann noch die erleichterte Einbürgerung neu angepasst, was vielen heutigen ehemaligen SVP Mitglieder allen voran Frau Yvette Estermann zu guten gekommen ist! Ohne die Anpassungen an unsere Zeit, wären viele SVP-Hardliner bis heute Ausländer;-)
Das SVP-Lügenkartenhaus fällt ganz einfach in sich zusammen, wenn man nur mal 5 Minuten im Internet recherchieren geht;-)