Dagegen müssen wir etwas tun!

On 24. April 2008, in Aufregendes, by dan

Lupe hat in seinem Blog das unglaubliche Votum von Thomas Minder anlässlich seiner Rede an Marcel Ospel, an der gestrigen GV der UBS, abgedruckt!
Da wird so viel Unverständliches und Unglaubliches der Führungsriege der UBS aufgedeckt, dass es mir kotzübel wird!
Auszüge:

Tatsache 6)
7 nebenamtliche Verwaltungsräte figurieren mit sage und schreibe 681 Millionen Kredit im Geschäftsbericht. Doch es kommt noch unverständlicher: Die Bank gewährt Kredite, Hypotheken, Zahlungen, Kreditzusagen, Ausleihungen, Eventualverpflichtungen an Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitglieder und deren nahestehenden, assoziierten Personen und Gesellschaften wie Stadler Rail, Fiat, Bertarelli Investment, BMW etc. im Umfang von 1.75 Milliarden Franken. Da soll mir noch einer sagen, der Verwaltungsrat sei unabhängig! Keiner geht doch mit seinen Geldgebern hart ins Gericht. Bei so viel Homogenität, Kollegentum, und insbesondere Filz im VR ist mir klar, warum vom Chairmain-Office alles abgenickt wird und Milliardenfehler passieren. Kurz und bündig: Sau Häfeli – sau Deckeli!
Tatsache 7)
Im vergangenen Jahr wurden 1.3 Millionen an ehemalige Verwaltungsräte bezahlt. Davon, man höre und staune, 820’000 Franken an den früheren Verwaltungsrat Alberto Togni. Herr Togni ist uns noch allen bestens bekannt durch seinem total missglückten Auftritt am Fernsehen anlässlich des Swissair Groundings. Und sogar die Herren Studer und Blum bekommen zusammen noch jährlich 350’000 Franken, obwohl sie bereits vor 10 Jahren(!) als Verwaltungsräte zurückgetreten sind. Herr Ospel, werden Sie jetzt auch noch 10 Jahre lang auf der UBS-Lohnliste stehen? …
Herr Spuhler, wenn man diese Lohnsummen Jahr für Jahr hört, dann fragt man sich wirklich, was Sie eigentlich in diesem Vergütungsausschuss machen. Seit Sie da mit tun, spürt man keine Mässigung – ganz im Gegenteil. Die ausbezahlten Millionen für die Organmitglieder, 250 Millionen im 06, 83 Millionen im 07, die 26 Millionen von Herrn Ospel im 06, aber auch die 60 Millionen-Abgangsentschädigung an drei Konzernleitungsmitglieder im letzten Jahr versteht niemand. In der Arena- Sendung 2004 haben Sie noch gross geprotzt, Sie würden Vernunft in die Lohnhysterie bringen. Davon ist weit und breit nichts zu sehen. Das Entlöhnungssystem der Bank ist schwerst krank. Herr Spuhler, Sie sind genauso verantwortlich für den Malus, nicht nur für den Bonus. Ihre Leistung, (wohl verstanden in Klammern), die mit 525’000 Franken belohnt wird, ist mutlos. Unabhängig vom Geschäftsergebnis bekommen Sie immer gleich viel. Sie als Unternehmer, sollten das doch wissen: heisst das Verantwortung übernehmen? Herr Spuhler, was die UBS angeht, sind Sie für mich ein Blender: Sie bewilligen Millionengehälter trotz unvorstellbaren Milliardenabschreibern. Herr Spuhler, setzen Sie sich im Vergütungsausschuss mal durch, so wie Sie das als SVPler und Hockeyaner gelernt haben. Gehen Sie mal in die Opposition! Ihr Hauptproblem – Sie sind nicht unabhängig. Von der UBS kriegen sie günstigen Kredit für Ihre Stadler Rail und für Ihre Aebi AG. Mittlerweile hält Sie sogar Alt Bundesrat Friedrich für eine Fehlbesetzung.

Dagegen muss etwas unternommen werden. So kann unsere Filzokratie nicht weitergehen…

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6 Responses to “Dagegen müssen wir etwas tun!”

  1. neid says:

    Aus diesem Artikel schreit der Neid, nicht selber am Tropf der UBS zu hangen.

  2. dan says:

    Stimmt, ich hätte auch gerne 350k per annum, ohne was zu tun!
    Aber so, bezahle ich diesen Trotteln noch deren Bezüge. Oder meint der Neid das man Boni von den Bäumen schüttelt!

  3. Stoeps says:

    Ich habe etwas dagegen getan! Und ich kann nur jedem raten, es auch so zu tun. Denn die Macht der Konsumenten ist gross – wenn sie denn wahrgenommen wird. Meine sämtlichen Konten bei der UBS sind aufgelöst und gemeinsam mit den Hypotheken habe ich mein Vermögen zur Raiffeisen transferiert. Und zwar mit einer schriftlichen und geharnischten Erklärung.

    Dass Herr Spuhler da munter mitmischt wundert mich hingegen überhaupt nicht. Wer immer noch glaubt, das die SVP eine Volkspartei ist, ist schlicht naiv! Überlegt doch mal, woher das Millionenbudget dieser Partei beim letzten Wahlkampf kam!!!? Vom Volk??? Die paar populistisch formulierten Vorstösse, z.B. zur Ausländerpolitik dienen nur dem Stimmenfang. Aber die Ziele dieser Partei sind doch offensichtlich. Die Macht den Stärkeren und eine amerikanisierung der politischen Systeme in der Schweiz! Das Verhalten der SVP im Zusammenhang mit Widmer-Schlumpf ist ein Frontalangriff auf die Demokratie. Und die Politiker in Bern können vor lauter Lobbyisten-Stalking kaum mehr arbeiten.

    Es sind also nicht nur die Banken, sondern auch die bürgerlichen Parteien, die den rücksichtslosen Raubkapitalismus, der auf schnelle Gewinne ohne Rücksicht und Nachhaltigkeit, unterstützen.

    Werden die Schweizer endlich erwachen und nächstes Mal an der Urne endlich richtig handeln?

    Ich glaube kaum. Aber es wäre höchste Zeit!

  4. Antoine says:

    Neid wird nicht das Motiv von Thomas Minder sein. Von seinem Vater hat er das politische Geschick geerbt.
    Vater wie Sohn, sind herb und reinigend wie ihr Mundwasser.
    Schon der Senior hat sich grosse Verdienste im Naturschutz erworben. ;-)

  5. [...] http://www.diekreide.net/?p=2732Herr Spuhler, was die UBS angeht, sind Sie für mich ein Blender: Sie bewilligen Millionengehälter trotz unvorstellbaren Milliardenabschreibern. Herr Spuhler, setzen Sie sich im Vergütungsausschuss mal durch, so wie Sie das als SVPler … [...]

  6. [...] http://www.diekreide.net/?p=2732Herr Spuhler, was die UBS angeht, sind Sie für mich ein Blender: Sie bewilligen Millionengehälter trotz unvorstellbaren Milliardenabschreibern. Herr Spuhler, setzen Sie sich im Vergütungsausschuss mal durch, so wie Sie das als SVPler … [...]

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