Manfred Messmer analysiert die Lage der Parteien und beleuchtet dabei auch die Möglichkeit, dass es anders kommen könnte als wir alle glauben. Schliesslich hat Blocher genug Mittel um sein Hobby – Rechte Oppositions-Politik nämlich (im Kern das, was er bisher immer machte) so aufzubauen wie er sich das vorstellt.
Da bin ich gleicher Meinung wie MM.
Er hat nun freie Hand, die Getreuen stramm zur Seite und kann sich mit aller Kraft der übergeordneten Aufgabe widmen, dass politische System der Schweiz nachhaltig zu verändern.
Ein verwundeter, uneinsichtiger und unverstandener Blocher, der es allen noch einmal zeigen will, ist nicht zu unterschätzen. Und er, als Oberst, wird sich einen militärischen Schlachtplan zurechtlegen.
Das er dabei das “Instrument Marketing” professionell einzusetzten versteht, hat er bewiesen.
Er, der sein Departement unternehmerisch führte (und wohl auch damit scheiterte), wird sich selber treu bleiben und sein Endziel konsequent mit marktpolitischen Mitteln verfolgen.
Die regierenden Oppositions-Politiker (auch sie opponieren gegen die Politik – nämlich die der Führung der SVP) sind gut beraten, dies nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich ebenfalls zu wappnen.
Dass sie auch die elektronischen Möglichkeiten nutzten, steht ausser Frage. Vielleicht merken sie nun auch welche Macht ein professionelles Marketingkonzept hat. Das Blocher Grounding gelang wohl auch dank SMS. Hätte bei den Wahlen in den heiligen Hallen ein Handyverbot gegolten, dann wäre die Schose sicher anders ausgegangen.
Hoffen wir, dass die Opponenten – (zum Wohle des Landes) lernfähig sind, und die Klimaüberhitzung unseres Landes nachhaltig bekämpfen.
Da bin ich anderer Meinung. Er hat seinen Zenit erreicht. Jeder kennt seine Position. Wie soll er da noch vielmehr Wählerinnen und Wähler gewinnen können? Der letzte SVP-Wahlkampf war bereits äusserst professionell und auf hohem Niveau geführt. Sehr viel mehr liegt nicht mehr drin.
Korrigieren Sie mich, Maestro, aber habe ich Recht oder habe ich Recht? Will heissen: Ich habe gesterigs zum ersten malig die Eveline reden gehört und ich sag Ihnen, ich bin subitament und promptös eingedöset und mein Kopf knallte sanft auf den Laptop, so dösig und blechdosig tönte diese Stimme von der Evelina, also irgendwie so wie ein Strafgesetzbuch von 1910 in der 14.Auflage von 1911! – Ist eigentlich Tina Turner Schweizerin und so…? Könnte man also nicht…?
@Federvieh: kann sein, kann sein… wer kann das schon voraussagen.
@T: Ihr Vorschlag hat was, die schleichende Globaliserverung geköppelt mit TT (beim Audi wärs Vorsprung durch Technik) hier Entwicklungshilfe? Doch sind die nicht gegen irgend eine humanshizoide ovicula Inflation??
Ein verblochertes Land von 15% Stimmwähleranteil kriegt die Krise!
Der Rest braucht nicht Angst haben von diesem Weichspühler!
Das die SVP wunder bewirkt, hat man ja eben gerade gesehen, da wurden für x-Milliönchen fast die ganze Schweiz zutapeziert mit der Blocher-Visage und was hat’s gebracht? Nichts! Und wenn die SVP ihre Drohungen der totalitären Opposition wahr macht, werden nach den 2500 sofort gefrusteten Blocheranhänger, es eine Massenaustrittswelle geben!
Darum kann ich der Blocher SVP nur empfehlen, treibt es bis zum bitteren Ende, macht Eure Drohungen wahr, bringt Blocher mit euren Ränkespielchen Blocher zurück ins Parlament oder an die SVP-Parteispitze, tauft die Weltwoch um zur BlocherWoche, macht Dauerwerbung im TV und verkauft Produkte, die Blocher selber gesponsert hat, das Blocherli von Basel könnte ja der Anfang machen, dann könnte man ein Bier taufen zu BlocherBier, wenn es das nicht schon längst gibt! Dann müsste der Blocher monatlich einen Werbekampagne starten, denn das “Volch” schreit nach seiner Visage und was sollen denn all diese Leute täglich machen, wenn nicht von irgeneiner Plakatwand nicht sein Anglitz herunter lächelt?
Weiter müsste Blocher endlich im Schweizer Fernsehen seine eigene Plaudersendung bekommen, immerhin steht ja das “Volch” hinter ihm, also gebt ihm den Sendeplatz von Aeschbi!
Dann hätte ich noch gerne eine Blocher-Bank, einen Blocher-Mc Christoph, einen Blocher Christoph-bucks, ja der Kaffee mit einem lächelten Christoph Blocher auf dem Kaffeehumpen schmeckt doch einfach besser! Dann wäre es noch schön, wenn es endlich eine Blocher-Bibel gäbe, dort müssten die besten Sprüche abgedruckt werden, damit auch der letzte im “Volch” nicht vergisst, wer der wahre und einzige Messias der Schweiz ist!
Schön wäre auch, wenn man morgens von einem lächelten Blocher und Silvia Puppe Roboter geweckt würde, vielleicht wäre es noch schön, wenn man freien zugang hätte zu seinen Grinserpillen! Da würde es doch dem “Volch” viel besser gehen!
Wir würden zwar dann alle wie graue Männli rumlaufen und wild mit den Händen rumfuchtelnt und nervös in der rechten Jackentasche rumfummeln, aber das wäre doch schön nicht?
Ich gehe jetzt die neuesete DVD und CD von Christoph Blocher einlegen, damit ich ja weiss, dass wir das “Volch” nur einen brauchen! Tschüss!
Die kleine Schweiz hat große Helden.
Und nicht nur in der Literatur.
Die Schweiz zeigt Größe, wenn sie einem kleinkarierten, zugleich größenwahnsinnigen Populisten die Bühne entzieht und ihn, wenn auch indirekt, abwählt.
Wovor exakt hatte Blocher wirklich Angst? Vor einer tatsächlichen Überfremdung? Er hätte besser mal mit den eidgenössischen Fremdenverkehrsämtern gesprochen. Diese bemühen sich redlich – und mit viel Erfolg – Touristen in das Land der tiefen Seen und hohen Berge zu locken.
Ach, es ging ihm gar nicht um die Touristen? Er sah das “schweizer Reinheitsgebot” in Gefahr, würden sich zu viele Ausländer in dieses herrliche Alpenland einquartieren wollen. Darüber kann in einer intellektuell redlichen Weise diskutiert werden, populistische Parolen führen nur in hohle Gassen.
Blochers Herkunft, ist weniger durch seinen Dialekt als vielmehr durch sein Denken erkennbar. Diese ewig gleiche, dumpfe Angst der Rechten vor “dem Fremden”, sie entlarvte am Ende auch Blocher.