Die Qualität der Kommunikation der SVP unterstreicht wie lausig und unprofessionell die übrigen Parteien agieren. SP, FDP, CVP und die Grünen sehen in dieser Beziehung alle alt aus.
Da hat Manfred Messmer in Arlesheim Reloaded absolut recht!
Professionelle Kommunikation nach Vorbild der Wahlkämpfer in den USA wird nur von der Blocherschen Truppe praktiziert. Hiezu war die Verpflichtung der Weltwoche mit ihren Kommunikations-Profis ein geschickter Schachzug.
Das eröffnet natürlich dem jetzigen und insbesondere künftigen Wahlkämpfen neue Dimensionen. Die Parteien müssen wohl oder übel diesen Handschuh aufnehmen und ihrerseits professionell organisiert kommunizieren. Ansonsten droht ihnen ein Supergau.
Mit einem entsprechendem Marketing- & Kommunikationskonzept kann dann der Dümmste einen Wahlkampf gewinnen.
Wer das nicht wahrhaben will, soll nur Richtung USA schielen. Bush, Schwarzenegger und Konsorten lassen grüssen.
Hier ein paar grob geraffte Punkte aus der Theorie:
1. Aufgaben der Wahlkampfkommunikation
Dem Wahlkampf kommt politiktheoretisch eine konstitutive Funktion zu: Er soll Bürger über politische Themen und alternative Lösungsansätze der Parteien informieren; er soll Identifikationsmöglichkeiten mit Partei und Kandidat bieten; und er soll die Wähler zur Stimmabgabe mobilisieren.
2. Fernsehrituale
Das Fernsehen stellt die wichtigste Informationsquelle für die Wähler im Wahlkampf dar. Stark ritualisierte Großereignisse wie Wahlkampfveranstaltungen, bieten einem Millionenpublikum die Möglichkeit, an derartigen “Events” als einer ritualisierten Form globaler Teilhabe zu partizipieren und neue Formen von emotional dichten Gemeinschaften zu erzeugen.
3. Amerikanisierung
Die Organisation von Wahlkampfkampagnen orientiert sich zunehmend an den Strategien der Produktwerbung und wird mit Unterstützung der Werbeindustrie durch “spin doctors” konzeptioniert und umgesetzt.
4. Personalisierung
Wahlentscheidungen sind von Emotionen und Stimmungsschwankungen abhängig. Darüber hinaus sind politische Zusammenhänge aufgrund der Vielzahl und Komplexität von Themen und einem quantitativ wachsenden Medienangebot so unübersichtlich, dass sie für einen Grossteil der Bevölkerung nicht mehr angemessen verarbeitet werden können. Insofern verfolgen Parteien gerade im Wahlkampf Vereinfachungsstrategien in Form prägnanter Signale, um die Aufmerksamkeit der Wähler zu erreichen.
Für eine Beratung, können sich die Parteien bei mir melden (ich denke Herr Messmer würde auch zur Verfügung stehen)