Dass die Schweizer Stimmbürger einer populistischen, kleinkarierten und intoleranten Kampagne auf den Leim gegangen sind, zerstört keineswegs den Glauben an die “Direkte Demokratie”. Es zeigt jedoch dass es sich Bürger nicht immer gefallen lassen, wenn sie mit ihren – berechtigten oder unberechtigten – Ängsten allein gelassen werden.
Die Abstimmung war in erster Linie eine Abrechnung mit der politischen Klasse, die zu sehr mit sich selbst beschäftigt, weltfremd und überhaupt nicht bürgernah ist.
Es ist eben diese Unfähigkeit der Politiker zu ehrlicher und verständlicher Kommunikation. Die Politik hat es versäumt umfassend zu informieren. Sie hat nur Polarisiert und Ängste stehen lassen.
Über die Nachteile einer Annahme und ihre Auswirkungen auf bestehendes Recht, Schweizerisches und Internationales Recht wurde nicht orientiert, wahrscheinlich nicht einmal darüber nachgedacht.
So borniert und selbstverliebt ist der Mann und die Frau an der Macht!

Heute ist umfassende und fundierte Information und Auseinandersetzung mit einer Thematik nicht gefragt – alles muss schnell gehen, in paar Schlagwort gepackt und mit paar grossen Buchstaben gedruckt werden können. Differenzierte Diskussion mit Abwägung all der verschiedensten Seiten und Aspekten ist langweilig, nicht medienwirksam und oft zu kompliziert – und in er Thematik Islam vielen wahrscheinlich auch zu komplex. Da sind wohl auch die meisten Politiker überfordert und die Medien dazu.